Professor Layton und seine lustigen Fälle – Band 1
Professor Layton ist wieder da! Nachdem er in Europa in mittlerweile drei Spielen für den Nintendo DS hunderte von Rätseln gelöst und bereits einen eigenen Kinofilm spendiert bekommen hat, könnt ihr seine nächsten Abenteuer nun in Manga-Form erleben. Die Reihe wird von Naoki Sakura gezeichnet und erscheint seit 2008 im japanischen Verlag Shogakukan. Dank dem Mangavertrieb Tokyopop findet sie auch endlich ihren Weg nach Deutschland. Wir haben uns den druckfrischen ersten Band einmal näher angeschaut.

Der Band enthält zehn witzige Kurzgeschichten, in denen sich Professor Layton, Luke und Flora den absurdesten Fällen stellen müssen. So werden die Figuren beispielsweise mit Zeitbomben, einem Geisterhaus oder einer gestohlenen Torte konfrontiert. Außerdem erfahrt ihr vielleicht auch, welches dunkle Geheimnis sich unter dem Hut des Professors verbirgt. Sobald ihr den Manga in die Hände nehmt, wird euch sicherlich der zunächst ungewohnte Zeichenstil auf dem Cover auffallen. Dieser wirkt auf den ersten Blick etwas befremdlich, ist aber für einen Comedy-Manga mehr als passend. Ohnehin werden die Charaktere sehr oft überzeichnet dargestellt und es wird am laufenden Band geschrien, geweint und gelacht.
Wie der Name des Manga schon verrät, setzt man hier verstärkt auf Comedy, was keinesfalls schlecht ist. Ihr bekommt einen Gag nach dem anderen präsentiert und besonders die vielen Sticheleien zwischen Layton und Luke sind urkomisch. Im Gegensatz zu den Spielen ist Luke nämlich nicht ein netter, freundlicher Junge, sondern klein und frech und legt sich immer wieder mit dem Professor an. Und Flora verehrt Layton sogar so sehr, dass sie ihn später heiraten will! Auch der englische Gentleman selbst verhält sich hier gar nicht so vornehm, wie man es bisher von ihm gewohnt war. Aber gerade diese neuen Verhaltensweisen bringen frischen Wind in die Serie und werden euch immer wieder zum Schmunzeln bringen, während sich unsere Freunde neuen Rätseln stellen. Wo wir gerade bei den Rätseln sind: Diese gibt es selbstverständlich auch wieder, denn wo Layton drauf steht, da ist auch Layton drin. Insgesamt 25 Knobeleien erwarten euch im Laufe des Manga, welche meist direkt in die Geschichten eingebunden sind. In einem Rätsel müsst ihr zum Beispiel mit Hilfe von drei Seilen sieben Schweine so voneinander trennen, dass jedes einen eigenen Bereich hat oder einen Geheimcode entschlüsseln. Kenner der Spiele werden hier sicherlich einige Rätsel wiedererkennen. Ob ihr richtig liegt, könnt ihr sofort nachprüfen, denn die Lösungen findet ihr immer ein, zwei Seiten weiter.
Fazit: Auch als Manga überzeugend!
Endlich gibt es wieder etwas Neues vom englischen Gentleman! Auch in Manga-Form läuft der Professor zur Höchstform auf und präsentiert euch im ersten Band ein Gag-Feuerwerk nach dem anderen. Ihr werdet völlig neue Seiten eurer Lieblingscharaktere kennenlernen und dennoch nicht auf den gewohnten Charme der Spiele verzichtet müssen. Wer dem japanischem Medium Manga nicht abgeneigt ist, wird für 6,50€ in zehn witzigen Kurzgeschichten gut unterhalten und darf sich an 25 verschiedenen Rätseln versuchen. Da wir wohl noch eine Weile auf den vierten DS-Teil warten müssen, ist der Manga eine gute Alternative, um die Wartezeit bis dahin zu überbrücken!
Wir danken Tokyopop für die freundliche Bereitstellung von Professor Layton und seine lustigen Fälle – Band 1!




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