Manga-Review: K-ON! Band 1

Als ich erfuhr, dass Carlsen den K-ON!-Manga nach Deutschland bringt, war ich erst ein wenig verwirrt. Warum übernimmt das nicht Kazé mit ihrem neuen Label? Aber im Endeffekt war es mir egal, ich wusste nur: Ich muss mir den Manga kaufen! Der Anime hatte mich schließlich mehr als begeistert, wie aufmerksame Leser sicherlich wissen. Nachdem meine 80-jährige Nachbarin den Manga nun über eine Woche lang in ihrer Wohnung versteckt hatte (blöder Hermes-Postbote!), hab ich ihn endlich lesen können und möchte euch in diesem Manga-Review darüber berichten.

Worum geht´s?

Ritsu möchte unbedingt in die Musik-AG, leider ist diese allerdings leer, da im letzten Jahr alle Mitglieder von der Schule gegangen sind. Also zwingt sie regelrecht ihre Freundin Mio mit daran teilzunehmen. Leider braucht eine AG aber mindestens 4 Mitglieder um anerkannt zu werden, doch schnell finden sie mit Mugi ihr drittes Mitglied. Nun haben sie eine Schlagzeugerin (Ritsu), eine Bassistin (Mio) und eine Keyboarderin (Mugi). Was nun noch fehlt ist eine Gitarristin, aber auch diese ist scheinbar schnell gefunden. Allerdings besitzt das neue Mitglied Yui gar keine Gitarre, geschweige denn kann sie mit einer spielen. Schnell jedoch kauft Yui sich eine Gitarre und beginnt schon bald fleißig mit den Proben. Die Geschichte entwickelt sich recht flott weiter, denn schon bald haben die Mädels ihren ersten Auftritt und planen am Ende des ersten Bandes bereits den Nächsten. Zwischendurch bekommen sie noch eine Lehrerin als Berater, fahren zum Proben an ein Strandhaus (Fanservice, direkt im ersten Band!) und trinken ganz viel Tee und essen Kuchen. Auch Weihnachten und Neujahr werden von der Truppe gefeiert, allerdings natürlich auf ihre eigene, merkwürdige Art…

Zeichenstil, Übersetzung & Inhalt

Um den Zeichenstil zu beschreiben, zitiere ich mal den Text auf der Rückseite des erste Bandes:
“[...] aber die Mädels haben Mumm und sie sind moe!”
Und genau so kann man den Manga beschreiben. Die Charaktere sind alle unfassbar niedlich gezeichnet und verhalten sich auch so. Doch anders als in anderen, übertrieben niedlichen Manga besteht hier nicht alles aus Chibi. Die Mädels sind auch “normal” gezeichnet und das auf eine äußerst detailierte und wunderschöne Art und Weise. Besonders die colorierten Seiten, wovon es zu Beginn des Manga einige Seiten und zu Beginn eines jeden Kapitel 2 Seiten gibt, wissen sehr zu gefallen. Auch das Format des Manga an sich ist ein wenig größer als sonst, was mir sehr gut gefällt. Generell würde ich mir mehr Manga in dieser Form und mit der Anzahl der colorierten Seiten wünschen. Da bezahl ich dann auch gern 1-2 Euro mehr. Hintergründe gibt es nicht immer, aber wenn es welche gibt, dann sind diese oft detailiert gezeichnet und machen das Gesamtbild noch schöner.

Die Übersetzung ist, soweit ich das beurteilen kann, äußerst gut gelungen. Besondere Wörter wie Kotatsu (beheizter Tisch mit Wärmedecke) oder Onsen werden übersetzt bzw. erklärt. Diese Erklärungen sind auch sehr gut gelungen und man versteht direkt, was gemeint ist. Die Witze und kleinen Gags kommen gut rüber, man hat sich viel Mühe gegeben den originalen Stil beizubehalten.

Bei K-ON handelt es sich übrigens um einen sogenannten Yonkoma, einen Manga, in welchem die Geschichten immer vier zusammenhängenden Bildern erzählt wird, ähnlich wie in Azumanga Daioh und Lucky Star. Aus diesem Grund erscheint die Erzählweise öfters etwas hastig, da die Sprünge zwischen den Geschichten teilweise sehr groß sind.

Das Einzige, was mir im Manga absolut nicht gefällt ist die Werbung für einen Twilight-Comic. Aber das ist einfach nur mein persönlicher Geschmack. :P

Fazit

Der K-ON-Manga hat mich absolut nicht enttäuscht. Zwar ist der Anime scheinbar ein wenig ausführlicher und fühlt sich “länger” an, jedoch gibt es zwischendrin noch ein paar mehr Gags, welche in Manga-Form einfach besser rüberkommen. Das ist aber eher mein eigener Geschmack und manch anderer wird dies sicher anders sehen. Die Mädels sind mir mittlerweile so richtig ans Herz gewachsen, denn sie sind moe, lustig und allesamt mit ihren Eigenarten total sympathisch. Jeder der auf Gag-Manga steht kann ruhig zuschlagen, vorallem weil es so teilweise einfach so unfassbar niedlich ist.

K-ON bekommt 5 von 5 Punkten!

Fanservice *v*

Autor: Eric Sohr

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Veröffentlicht am 10/05/2012, in Intern. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 3 Kommentare.

  1. Ich wollte mir den Anime ja schon lange ansehen, aber als.. “Student” kommt man ja zu nichts mehr! Nun werde ich also die Gelegenheit beim Schopf packen und mit dem Manga anfangen, dazu hat mich dieses qualitativ hochwertige Review von meinem Lieblingsredakteur Eric (und der Fanservice) überzeugt. Außerdem finde ich natürlich die Story interessant und ich kann mich auch ein Stück weit mit den Mädchen identifizieren.

  2. Patrick Overkamp

    Hey, ich bin’s noch mal. :) Ich hab mir den ersten Teil nun gekauft und ihn gestern auf der Zugfahrt inhaliert. So lustig! Ernsthaft, ich saß im Zug und war mindestens auf jeder zweiten Seite am giggeln wie so ein Bekloppter. Eric, vielen Dank für diese Empfehlung. Ich werde die Serie auf jeden Fall weiter verfolgen. <3

  3. K-On! is so toll XD Habe den Manga endlich komplett im Regal! Er kommt zwar nicht ganz an den Anime ran, aber es is trotzdem toll!

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