DVD-Review: Maid-sama Box 1
Ende Oktober letzten Jahres veröffentlichte Kazé hierzulande die erste von vier Boxen des 26-teiligen Anime Maid-sama, welcher in Japan als Kaichou wa Maid-sama! bekannt ist. Nach all dem Stress der (Vor-)Weihnachtszeit und dem Jahreswechsel bin ich endlich dazu gekommen, mir die erste Box genauer anzuschauen. Ist die deutsche Veröffentlichung gelungen?!
Worum geht´s?
Die Geschichte dreht sich um die 16-jährige Misaki Ayuzawa, die Schulsprecherin der Seika-Oberschule. Diese war bis vor Kurzem noch eine reine Jungenschule und somit hat sich Misaki das Ziel gesetzt sie zu einer sauberen und ansprechenden Einrichtung- welche auch Mädchen anspricht -zu machen. Dabei macht sie den Jungs das (Schul-)Leben ganz schön zur Hölle. Obwohl sie Jungs eigentlich gar nicht ausstehen kann, arbeitet sie nach der Schule in einem Maid-Café, um ihrer Mutter und ihrer kleinen Schwester finanziell unter die Arme zu greifen. Als eines Tages Takumi Usui, der Herzensbrecher der Schule ihr Geheimnis entdeckt beginnt für Misaki eine turbulente Zeit…
In den enthaltenen sieben Folgen geht es ua. um ein Schulfest, einen “kleine Schwester”-Tag im Maid-Café, ein Internet-Idol und um einen Twist mit einer Eliteschule. Es passiert also schon eine ganze Menge!
Inhalt
Maid-sama Vol. 1 kommt – wie von Kazé eigentlich gewohnt – in einem hochwertigen Schuber daher, welcher ein Digipack mit 2 DVDs und ein Booklet enthält. Auf der ersten DVD befinden sich die Episoden 1-4 sowie Trailer zu einigen anderen Serien von Kazé, auf der zweiten Scheibe gibt es die Folgen 5-7 zu sehen. Besonders hervorheben möchte ich hier das 20-seitige Booklet, welches wirklich sehr ansehnlich gestaltet wurde. Darin werden nicht nur zahlreiche Charaktere vorgestellt, sondern es gibt auch zu jeder der sieben Episoden Hintergrundinfos!
- Schuber und Digipack
- DVDs + Booklet
- Booklet – Charaktere
- Booklet – Episodeninfos
Bildqualität
Die Episoden liegen im 16:9-Format vor und erstrahlen in bunten, kräftigen Farben. Beim Anschauen konnte ich nichts Außergewöhnliches feststellen, das heißt ihr braucht euch nicht vor Artefakten, Treppchenbildung oder Ghost-Frames zu fürchten! Die Animationen selbst sind immer auf hohem Niveau und geben keinen Grund zur Beanstandung. Die Untertitel sind Kazé-typisch in Gelb gehalten und gut lesbar. Allerdings unterscheiden sich diese stark von der Synchronisation, wobei sie wiederum originalgetreuer sind. Für die ganzen Texteinblendungen die in den Episoden auftauchen hat Kazé eine eigene Untertitelspur integriert. Ich habe ein paar Screenshots gemacht um euch das Ganze zu veranschaulichen:
Ton & Synchro
Die Serie liegt in deutscher Sprache, sowie im japanischen Originalton vor (beides Dolby Digital 2.0). Die dt. Synchronisation, welche von TV+Synchron Berlin angefertigt wurde, kann durchaus überzeugen. Besonders die beiden Sprecher der Hauptcharaktere Misaki und Takumi haben sehr gute Arbeit geleistet! Misaki wird von Nicole Hannak gesprochen, die man z.B. auch schon als Uzume in Sekirei oder als Soma in Mobile Suit Gundam 00 hören konnte. Takumi wird von Dirk Stollberg vertont, den man derzeit ua. als Fujimaki in Angel Beats! oder als Raki in Claymore hört. Auch die restlichen Sprecher liefern, mit wenigen Ausnahmen, einen ordentlichen Job ab. So wirken z.B. auch Melanie Hinze (Piper aus Charmed, Kaname aus FMP!) oder Michael Baral (Kyon aus Die Melancholie der Haruhi Suzumiya) mit. Mir persönlich hat es zumindest sehr viel Spaß gemacht, die Serie auf Deutsch zu schauen!
Wer sich selbst ein Bild von der deutschen Sprachfassung machen möchte, kann sich die komplette 1. Folge kostenlos auf YouTube anschauen:
Noch eine kleine Info bezüglich der japanischen Tonspur: diese hat man nämlich aus technischen Gründen minimal beschleunigt und daher kann es für den einen oder anderen etwas ungewohnt klingen. Ich selbst habe kein Problem damit, laut Kazé wurde dies “zu Gunsten der wesentlich besseren Bildqualität” entschieden.
Fazit
Mit Maid-sama hat Kazé eine wirklich gute Wahl getroffen, denn obwohl sie eigentlich dem Shoujo-Genre zuzuordnen ist, werden auch männliche Anime-Fans ihren Spaß mit der Serie haben. Die Verpackung ist wie von Kazé gewohnt sehr hochwertig und sticht einem durch das schöne Design sofort ins Auge. Ein besonderes Highlight ist auch das Booklet, welches wirklich umfangreich geworden ist. Auch die dt. Synchro ist sehr gut geworden, auch wenn sie nicht immer ganz originalgetreu ist. Aber bei der Synchro hat ja bekanntlich jeder seine eigene Meinung, ich finde sie auf jeden Fall sehr gelungen. Die Sache mit der jap. Tonspur könnte knallharten OmU-Fans sicher ein Dorn im Auge sein, ist aber zu verschmerzen. Insgesamt hat Maid-sama für den Anfang einen sehr guten Eindruck gemacht, daher gibt es
5 von 5 Punkten.
Autor: Benjamin Böttcher
Vielen Dank an Kazé für die freundliche Bereitstellung von Maid-sama Box 1!
Veröffentlicht am 22/01/2012 in Anime, Review und mit Booklet, Box, deutsch, DVD, Kaichou, Kazé, Maid-sama, Review, Synchro getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 2 Kommentare.




















Schönes Review! Habe mir die Box auch gekauft und bin mehr als zufrieden damit. Das mit der schnelleren jap. Tonspur ist mir gar nicht aufgefallen, da ich meistens eh die Anime mit deutscher Sprache schaue
Kann Benjamin hier nur zustimmen, der Kauf lohnt sich! Am Freitag erscheint auch endlich die 2. Box^^
Die deutsche stimme von Misaki ( gesprochen von Nicole Hannak ) finde ich ginial. Habe mir die DVD gekauft, bisschen teuer aber es lohnt sich. Ich mag ihre Stimme sehr, habe sie in ganz vielen Serien und Kinofilmen gehört. Ist für mich eine der besten Synchronsprecher die wir zur Zeit haben.